Fotos organisieren, bearbeiten und teilen

07. April 2022
Fotos organisieren, bearbeiten und teilen

Viele und schöne Fotos zu schießen bringt Spaß, bewahrt Erinnerungen und fördert die Kreativität. Ein Problem mit dem viele jedoch zu kämpfen haben, ist das anschließende Chaos, das sich im Bilderordner ausbreitet. Je mehr Aufnahmen hinzukommen, desto unübersichtlicher wird die Galerie. Zudem fällt es oft schwer, die richtigen Bilder zum Bearbeiten sowie Teilen auszuwählen und auch das Know-How dafür ist nicht immer vorhanden. Wir bringen Struktur in das Ganze und zeigen dir, wie du deine Fotos und Videos optimal verwaltest. Dazu gibt es noch ein paar Tipps, wie du das Meiste aus deinen Aufnahmen rausholst, um diese stolz mit Familie, Freunden oder der ganzen Welt teilen zu können.

Dieser Artikel gehört zu einer vierteiligen Serie über die Handy-Fotografie. Im ersten Teil ging es um die wichtigsten Aspekte, die ein tolles Kamerahandy ausmachen. Der zweite Teil behandelt großartige Fotohandys, die im Jahre 2024 aus der Masse hervorstechen. Part 3 entführte dich in die Welt der Fotografie und vermittelte Tipps und Tricks für schönere Bilder. In diesem vierten und letzten Teil zeigen wir dir die besten Wege, wie du deine Fotos organisieren, bearbeiten und teilen kannst. Hier findest du die Links zu den weiteren Teilen der Reihe:

Fotoqualität und Speicherverbrauch

Die optimale Auflösung

Bereits vor dem Fotografieren kannst du ein paar Aspekte beachten und anpassen, die dir im Nachhinein die Fotoverwaltung erleichtern. Eine wichtige Einstellung ist dabei die Auflösung deiner Fotos und Videos. Je niedriger du die Pixelzahl wählst, desto weniger Speicher verbrauchen deine Aufnahmen und desto schneller können diese verschickt sowie hoch- und runtergeladen werden. Hier solltest du einen guten Kompromiss zwischen Speicherbedarf und deinen Anforderungen finden.

Wenn Speicherplatz für dich keine Rolle spielt, kannst du immer die höchste Auflösung wählen. Bei vielen Top-Kamerahandys bedeutet das Fotos mit 32, 64 oder noch mehr Megapixeln und 4K- oder sogar 8K-Qualität beim Filmen. Ob du Fotos in voller Auflösung machen kannst, hängt allerdings von den Lichtverhältnissen ab. Viele hochauflösende Sensoren nutzen bei Dunkelheit das Pixel-Binning, um lichtstarke Bilder zu erzeugen. Dabei werden mehrere Bildpunkte zusammengefügt, um die Lichtempfindlichkeit zu erhöhen, während die Auflösung verringert wird.

Das Samsung Galaxy S22 Ultra nutzt zum Beispiel 9-in-1-Pixel-Binning mit seiner 108-MP-Kamera, um bei schlechten Lichtverhältnissen 12-MP-Bilder zu erzeugen (108÷9=12). Solange du nicht explizit die 108 MP zum Fotografieren auswählst, bekommst du also ohnehin Fotos mit geringerer Auflösung, aber hoher Qualität (Lichtdynamik, Farbpräzision und Details) wie beim iPhone 13 Pro Max, das immer auf 12 MP setzt.

Für Videos spielt auch die Bildfrequenz (fps), also die Anzahl der Bilder pro Sekunde (BpS/Hertz) eine Rolle. 24, 25, 30 oder 60 fps sind beim normalen Filmen üblich. Für Zeitlupenvideos werden noch deutlich höhere Frequenzen erzielt. Je höher du die Bildrate ansetzt, desto ruckelfreier und geschmeidiger erscheint das Video. Allerdings erhöht sich dadurch auch deutlich der Speicherverbrauch.

Wenn du auf Speicherplatz achten möchtest oder musst, bietet es sich an, niedrigere Auflösungen und Bildraten zu wählen. Auf Fotos beispielsweise im 50-MP-Modus solltest du verzichten und auch Videos sind in Full HD (1920 x 1080 Pixel) und mit niedrigerer Bildrate (30 fps) deutlich platzsparender. Ein 4K-Video (2160p) hat die vierfache Auflösung von Full HD (1080p) und verbraucht dank geschickter Komprimierung etwa dreimal so viel Speicherplatz.

Ein einminütiges Video in Full HD mit 30 fps hat etwa 130 MB, während ein 4K-Video mit 30 fps ca. 375 MB verbraucht. Dies sind nur sehr grobe Werte, die von deinem Gerät, der Software zur Komprimierung, dem Audio sowie den Formaten und Codecs abhängen. Allerdings hast du so einen ungefähren Eindruck, wie du die Auflösung deinen Ansprüchen gemäß wählen kannst.

Je höher die Auflösung der Objektive ist, desto mehr Spielraum hast du beim Wählen der Pixelzahl.

Formate und Codecs

Darüber hinaus solltest du auf Formate und Codecs achten. In den Einstellungen kannst du HEIF (High Efficiency Image File Format) und HEVC (High Efficiency Video Coding) auswählen. Bei diesen Codecs sorgt eine effiziente Komprimierung für einen geringeren Speicherverbrauch, jedoch sind die Formate nicht mit allen (meist älteren) Geräten und Softwares verwendbar. Aus diesem Grund bietet sich das standardmäßige Speichern als JPEG an, was zwar etwas mehr Speicherplatz verbraucht, dafür allerdings flächendeckend kompatibel ist.

Damit du deine Bilder umfassend bearbeiten kannst, bietet sich zudem das Fotografieren im RAW-Format (Rohdaten) an. Wenn du den Pro-Modus nutzt, erstellt dein Smartphone von jedem Bild eine RAW-Datei, die dir deutlich mehr Bildinformationen bietet. Auf diese Weise kannst du nachträglich unter anderem mit Photoshop und Lightroom verlustfrei diverse Anpassungen vornehmen (Belichtungskorrektur, Scharfzeichnung, Tonwertkorrektur, Farbsättigung, Weißabgleich usw.). Dies kannst du bei einer JPEG-Datei nicht so einfach machen und Bearbeitungen sorgen stets für Verluste an Bildinformation und -details.

Mehr zur Bearbeitung von RAW-Bildern erfährst du im Abschnitt: Bildbearbeitung für tolle Ergebnisse

Allerdings verbrauchen RAW-Aufnahmen deutlich mehr Speicherplatz, weswegen du genau darauf achten solltest, wann es sich lohnt, im Rohdatenformat zu fotografieren. Für normale Fotos im Alltag und Schnappschüsse reicht es völlig aus, JPEG bzw. HEIF zu nutzen. Willst du richtig starke Bilder mit deinem Fotohandy aufnehmen und fürs öffentliche Teilen aufbereiten, ist das RAW-Format eine gute Wahl.

Weitere Tipps zu den optimalen Settings beim Fotografieren findest du in Teil III: Wie schießt man gute Handyfotos?

RAW kennen viele nur von Digitalkameras, aber auch Smartphones sind dazu in der Lage.

Bilder richtig speichern

SD-Karte nutzen

Ein hervorragende Möglichkeit, um deinen Speicher zu erweitern, ist eine microSD-Karte. Einige Geräte wie Samsungs A-Serie, Sonys Flaggschiffe, Xiaomis Redmi- sowie Poco-Reihe und viele andere sind mit Kartenslots ausgestattet. Manche Smartphones von Huawei nutzen das eigene Format, die Nano-Memory-Card (NMC). Sie ist noch kleiner als eine microSD – etwa so groß wie eine Nano-SIM – und damit sehr platzsparend, ist aber nicht so weit verbreitet.

In letzter Zeit haben einige Hersteller die SD-Karte gestrichen, da immer größere Speichervarianten auf den Markt gebracht werden. Manche Flaggschiffe gibt es mittlerweile in der 1-TB-Version, was einen erweiterbaren Speicher für den normalen Gebrauch überflüssig macht. Die Unternehmen freuen sich über jeden Millimeter Platz im Gehäuse, den sie einsparen können. Auch setzen Hersteller bedingt durch bessere Verbindungsstandards wie WiFi 6e und den Ausbau von 5G auf die Nutzung von Cloud-Diensten. Zum Offline-Speichern ist die microSD aber immer noch eine tolle Möglichkeit, um alle Daten dabei zu haben und sich nicht auf einen Internetanschluss verlassen zu müssen.

Die SD-Karte setzt du in den Kartenslot zusammen mit der SIM-Karte ein. Manchmal musst du dein Handy anschließend neu starten (auch wegen der SIM-Karte), aber meistens erkennt das Gerät direkt die Speichererweiterung und du kannst sie nutzen. Wenn du die SD-Karte wieder entfernst, empfiehlt es sich oft, das Gerät vorher auszuschalten. Daten, die bereits auf der microSD gesichert sind, können sich dann nicht auf den internen Speicher verschieben, alle Apps laufen nach Neustart problemlos und das Handy versucht nicht, die fehlenden Daten auszugleichen.

Auf die SD-Karte kannst du sowohl Apps als auch Dateien verschieben. In den Geräteeinstellungen kannst du im Bereich Apps einige nicht systemrelevante Programme auf die microSD schieben, um Platz zu schaffen. In einigen Apps kannst du einstellen, dass zum Beispiel Downloads (Musik- und Videostreaming) auf die Speichererweiterung geladen werden. Mit Fotos, Videos, Musik, Dokumenten und anderen Daten geht dies über den Datei-Browser oder aus den einzelnen Anwendungen wie der Fotogalerie. Damit neue Bilder und Filme automatisch auf der SD-Karte landen, musst du dies in der Kamera-App einstellen, dass der externe Speicher genutzt wird.

Es gibt verschiedene Kartenslots, in denen sich microSD- und SIM-Karten den Platz teilen. Neben dem Triple-Slot für Dual-SIM und microSD ist eine häufige Variante der Hybrid-Slot. Hier musst du dich zwischen einer Speicherweiterung und zweiten SIM-Karte entscheiden. Wenn das Handy ein eSIM-Modul besitzt, kannst du jedoch auch Dual-SIM nutzen, ohne auf die microSD zu verzichten.

Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber: SIM-Karten und SIM-Karten-Slots.

Ein SD-Kartenslot kann sich als praktisch erweisen, besonders wenn man ihn mit Dual-SIM kombinieren kann.

Bilder in der Cloud sichern

Die moderne Art der Speicherung ist die Cloud. Du kannst aus einer großen Zahl von Anbietern wählen. Dropbox, OneDrive, iCloud und Google Drive sind nur ein paar der Namen, die Online-Speicher zur Verfügung stellen. Bei der Auswahl des Dienstes musst du schauen, ob dieser deine Ansprüche erfüllt und wie gut er in das Betriebssystem deines Handys integriert bzw. integrierbar ist. Bei Apple kannst du zum Beispiel sehr gut auf iCloud setzen, da die Einbindung absolut nahtlos funktioniert. Mit einem Android-Gerät bieten sich die Google-Dienste an oder je nach Hersteller andere Services wie OneDrive von Microsoft, das in Samsung-Handys implementiert ist und reibungslos arbeitet. Selbstverständlich spielt auch der Preis eine Rolle, falls du die Möglichkeiten der kostenlosen Variante übersteigst. Weitere Faktoren sind der verfügbare Speicher und die Kompatibilität mit anderen Geräten.

Nun muss zwischen der automatischen und der manuellen Sicherung unterschieden werden. Bei einigen Diensten kannst du einstellen, dass deine Aufnahmen automatisch in der Cloud gesichert werden. Das ist äußerst praktisch, damit du deine Daten direkt auf allen Geräten abrufen kannst. Außerdem musst du dir keine Sorgen um Datenverlust machen, falls das Handy beschädigt wird oder verloren geht. Diese Option kannst du für gewöhnlich in den Einstellungen der Foto-App, der Cloud-Anwendung oder des Systems auswählen. Zudem kannst du einstellen, welche Alben online gesichert werden sollen. Damit hast du komplette Kontrolle über den Upload deiner Bilder.

Eine praktische Funktion mancher Dienste ist zudem die Sicherung der Fotos in hoher Qualität in der Cloud und in niedrigerer Auflösung auf dem Gerät. So hast du alle Bilder dabei und kannst bei Bedarf die hochauflösende Version herunterladen. Dafür wird auf die genannten Codecs zurückgegriffen, um eine Menge Speicher zu sparen.

Du kannst deine Bilder auch manuell in der Cloud sichern. So hast du eine exakte Auswahl, welche Daten du hochladen willst und welche nicht. Aus Kosten- oder Datenschutzgründen kann das eine sinnvolle Entscheidung für dich sein. Allerdings musst du in diesem Fall gezielte Alben oder Dateien hochladen, was mit sehr viel mehr Aufwand verbunden ist als der automatische Upload.

Du kannst diverse Cloud-Dienste nutzen, um deine Fotos online zu sichern.

Fotos praktisch verwalten

Überflüssige Bilder löschen

Wer kennt es nicht? Man möchte sichergehen, dass ein gutes Foto dabei ist und drückt dutzende Male auf den Auslöser. So kannst du zwar einigermaßen sicherstellen, dass ein taugliches Bild dabei ist, doch auf diese Weise entsteht eine Menge unnötiger Dateien, die deinen Speicher füllen und die Galerie unübersichtlich machen.

Du kannst bereits kurz nach dem Fotografieren die Bilder sichten und rausschmeißen, was du nicht gebrauchen kannst. So sparst du Zeit und verschiebst das Problem nicht in die Zukunft, wenn sich noch mehr Bilder angehäuft haben. Unabhängig vom Zeitpunkt des Sortierens gibt es aber ein paar Aspekte, an denen du festmachen kannst, ob du ein Foto behalten willst oder nicht. All diese Hinweise sind natürlich von deinem subjektiven Eindruck abhängig und unterliegen deinem individuellen Stil.

Unter anderem solltest du auf Schärfe und Helligkeit achten. Schnell wirken Bilder verwaschen, weil sich Kamera oder Motiv bewegen oder die Lichtverhältnisse schwierig sind und die Kamera zu lange belichten musst. Die Software greift dir beim Fotografieren bereits unter die Arme, doch oft entsteht keine optimale Aufnahme. Sofern die Bilder nicht einzigartig sind und du eine bessere Version hast, können diese Fotos direkt gelöscht werden.

Wenn leider keines der Fotos deinen Wünschen entspricht, musst du in der Bildbearbeitung nachhelfen und schauen, ob du aus deinen Bilder noch etwas rausholen kannst. Hier kannst du unter anderem dunkle Bilder aufhellen und verschwommene Fotos nachschärfen.

Hast du mehrere Bilder, die sich kaum voneinander unterscheiden, solltest du dich auf 2-3 Fotos festlegen. Der Rest kann getrost weg, da du in Zukunft voraussichtlich nicht alle Versionen dieses einen Motivs durchschauen wirst. Hier gilt Klasse statt Masse und du kannst intuitiv nach dem Motto vorgehen, ob dich ein Bild glücklich macht bzw. ob es in Zukunft noch wichtig sein könnte.

Diese Hinweise solltest du nicht nur auf deine eigenen Kamerafotos anwenden, sondern ebenfalls auf Downloads und Screenshots. Hast du ein Foto heruntergeladen oder ein Bildschirmfoto gemacht, um dies jemandem zu zeigen, kann es im Anschluss meist in den Müll. Sofern du gewisse Aufnahmen nicht archivieren willst für spätere Zwecke, kannst du hier eine Menge Bildmaterial entfernen, das seine einmalige Aufgabe erfüllt hat. Das gilt insbesondere, wenn du ein Bild verschickt hast, da dies in Cloud, Messenger-Dienst, Mailprogramm usw. noch immer vorhanden ist und seinen Kontext bewahrt.

Ein hochwertiges Setup mit lichtstarken Objektiven und Bildstabilisierung verringert die Anzahl misslungener Fotos.

Videos kürzen

Das gleiche gilt für Filme, doch hier kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: die Länge bzw. Dauer. Videos kannst du zum Beispiel auf den relevanten Teil kürzen. Das geht meistens ganz einfach mit Bordmitteln deines Handys in der Foto-App. Hast du zum Beispiel eine längere Sequenz gefilmt, um einen kurzen Moment darin nicht zu verpassen, kannst du davor und danach problemlos Material wegschneiden. So gewinnst du wertvolle Sekunden, viele Megabytes an Speicher und hältst deine Galerie übersichtlich.

Fotoalben erstellen

Eine wichtige Organisationsmöglichkeit ist das Erstellen und Sortieren von Alben. Für Kamera-Fotos, Downloads, Screenshots, Bilder aus Apps und vieles mehr erstellt dein Handy oft automatisch Alben, in denen deine Aufnahmen abgelegt werden. Apple und Android funktionieren hier etwas unterschiedlich. Bei iPhones werden die Bilder getaggt und lassen sich danach in Kategorien (Selfies, Screenshots etc.) sortieren. Nur für manche Anwendungen wie Messenger-Dienste werden automatisch Alben angelegt. Android-Handys erstellen eine Ordnerstruktur, in der die Bilder eingeordnet werden. So entspricht jedes Album einem Ordner (Kamera, WhatsApp, Downloads etc.). Beide Betriebssysteme haben ihre Vor- und Nachteile, allerdings gibt es sowohl bei iOS als auch bei Android die Möglichkeit, durch alle Bilder des Handys in einer (chronologischen) Gesamtübersicht zu blättern.

Wenn du Aufnahmen hast, die sich thematisch gliedern lassen, ist es hilfreich, diese in passenden Alben abzulegen: Urlaub, Job, Inspiration, Memes, Hintergründe etc. So kannst du schnell Erinnerungen und Informationen überblicken. Du kannst auch chronologisch vorgehen und Fotos nach Datum gruppieren. Hier empfiehlt sich das nach ISO 8601 und DIN 5008 genormte Datumsformat JJJJ-MM-TT (z. B. 2015-06-13), welches durch seine absteigende Anordnung übersichtlich und gut sortierbar ist. Dies lässt sich mit dem thematischen Ansatz kombinieren, um Alben mit Namen wie „2018-07-24 Paris“ zu erhalten. Natürlich musst du nicht ganz so kleinteilig arbeiten und kannst deine eigene Sortierung finden. Bei Handys mit Speichererweiterung kannst du auch einzelne Alben auf die SD-Karte schieben, um Platz zu sparen.

Dein Handy erstellt zudem je nach Betriebssystem automatische Storys und Erinnerungen. Diese werden als Collage oder auch als Video zusammengefügt. Zum Beispiel kannst du einstellen, dass die KI Gesichter erkennt, welche dann von deiner Foto-App gruppiert werden. So findest du schnelle alle bzw. viele Bilder deiner Freunde und Familie an einem Ort.

Wie ein gutes Fotoalbum kannst du auch deine Handygalerie aufgeräumt halten, um Erinnerungen schnell zu finden.

Fotos auf dem PC sichern

Damit deine Bilder nicht verloren gehen und du sie am Desktop überblicken kannst, bietet es sich an, diese auf deinem Computer zu sichern. Hier fällt die Verwaltung sowie das Sortieren noch deutlich leichter und auch das Bearbeiten mit professionellen Anwendungen wie Photoshop funktioniert unkompliziert. Die Hinweise zum Sortieren in Alben gelten ebenfalls für deinen PC und sollten auf die Ordnerstruktur angewandt werden, um einen guten Überblick zu wahren.

Für das Sichern kannst du einerseits eine klassische Kabelverbindung (USB-C/Lightning) nutzen und deine Aufnahmen auf den Rechner ziehen. Das funktioniert meistens recht flott und erfordert kein aufwändiges Hochladen großer Datenmengen. Diese Option ist somit die richtige für Nutzer, die kein Geld für einen Cloud-Dienst ausgeben möchten oder allgemein ihre persönlichen Daten nicht im Internet sichern wollen. Allerdings hat man zum Beispiel beim iPhone keinen Zugriff auf alle Ordner, sondern nur die Fotos und Videos.

Selbstverständlich kannst du deine Aufnahmen auch über die Cloud auf deinem PC speichern. Eine automatische Synchronisierung ist dabei am praktischsten. Hast du einen Cloud-Dienst auf deinem Rechner installiert und mit deinem Handy verknüpft, kannst du dort direkt auf all deine Daten zugreifen. Mit einem automatischen Download sind sie sogar direkt offline gesichert. Das kannst du alles in den jeweiligen Einstellungen anpassen.

Beim Sichern der Bilder auf deinem Computer bietet es sich an, einen oder mehrere externe Speichermedien als Backup zu nutzen. Damit reduzierst du das Risiko, Bilder durch einen Hardwarefehler oder ähnliches zu verlieren. Insbesondere SSDs (Solid-State-Drives) sind robuster als klassische Festplatten/HDDs (Hard-Disk-Drives), da sie keine beweglichen Teile haben und daher unempfindlich gegen Erschütterungen sind. Darüber hinaus arbeiten SSDs schneller, verbrauchen weniger Strom, entwickeln weniger Wärme und sind kleiner gebaut. All diese Vorteile spiegeln sich jedoch im Preis wieder, weswegen für ein niedrigeres Budget Festplatten noch immer eine gute Wahl sind. 

Es ist immer eine gute Idee, seine Fotos auf dem PC zu sichern.

Bildbearbeitung für tolle Ergebnisse

Anpassen der Metadaten

Beim Erstellen eines Bildes werden je nach Dateiformat gewisse Metadaten, also Informationen zur Datei, mit abgespeichert. Diese Daten beinhalten Titel, Autor, Größe, Abmessungen, Aufnahme- und Erstelldatum, die verwendete Kamera und vieles mehr. Dein Handy oder Computer lesen diese Eigenschaften aus, um dir Details über das Foto zu liefern.

Die Metadaten kannst du sowohl am Smartphone als auch am PC verändern. Du kannst wichtige Informationen eintragen wie Bewertungen, welche dir helfen können, Bilder zu strukturieren. Auch wenn ein Aufnahmegerät zum Beispiel falsche Metadaten eingetragen hat, kannst du diese korrigieren. Es gibt Details, die du mit einfachen Mitteln nicht ändern kannst, um Fälschungen vorzubeugen. Es gibt jedoch einige Anpassungsmöglichkeiten, um Ursprung und Fotoeigenschaften (Blende, ISO, Belichtungszeit, Brennweite etc.) festzuhalten, was für spätere Nutzer hilfreich sein kann.

Grafische Veränderungen

Der entscheidende Teil bei der Bildbearbeitung ist jedoch die konkrete Veränderung des sichtbaren Bildmaterials. Es ist egal, ob du ein misslungenes Bild retten, deine Kreativität ausleben oder ein Foto für praktische Zwecke aufbereiten möchtest. Diverse Programme auf Handy und Rechner bieten dir zahllose Möglichkeiten, Bilder zu verändern.

Bildbearbeitung am Handy

Für dein Handy findest du im App-Store eine riesige Auswahl an Apps zur Bildbearbeitung. Snapseed, VSCO, Picsart, YouCam Perfect und Airbrush sind nur ein paar der Namen, die dir zur Verfügung stehen. Auch der Platzhirsch Adobe hat Photoshop Express und Lightroom für Mobilgeräte optimiert. Hier benötigst du für den vollen Umfang aber ein Abo. Darüber hinaus gibt es Apps wie Canva, mit denen du sogar Poster und Social-Media-Beiträge erstellen kannst. Die grundlegenden Bearbeitung gehen natürlich auch mit den standardmäßigen Fotoanwendungen deines Handys.

Wichtige Anpassungen, die du vornehmen kannst, sind das Zuschneiden, Drehen und Verfärben deiner Bilder. So kannst du die Fotos in ein passendes Format bringen sowie mithilfe von Filtern und Effekten eine ganz neue Ästhetik erzielen. Gezielte Veränderungen von Helligkeit, Farbe, Kontrast und Schärfe ermöglichen dir, die gewünschten Aspekte in den Vordergrund zu rücken.

Für das Entfernen und Ausbessern ungewünschter Details gibt es Korrektur- bzw. Reparaturpinsel, mit denen du Bereiche retuschieren und gleichmäßiger gestalten kannst. Bei dessen Anwendung ist Vorsicht geboten, da ein Bild schnell unnatürlich aussehen kann, wenn alle Charakteristika glattgebügelt werden – wie es zu oft in der Modefotografie und beim Aufbereiten von Social-Media-Posts passiert.

Darüber hinaus ist es dir möglich, neue Elemente hinzufügen. Mit verschiedenen Stiften und Pinseln kannst auf dem Bild malen oder Sticker (Emojis, geometrische Formen, Effekte etc.) hinzufügen. Hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen, je nachdem, welches Endergebnis du im Sinn hast.

Bearbeitungen sind selbstverständlich auch mit den Apps zum Teilen der Bilder kein Problem. Instagram, WhatsApp, Snapchat, Signal usw. haben verschiedene Optionen, deine Bildern vor dem Absenden anzupassen. Diese Funktionen werden immer ausgefeilter und machen anderen Foto-Apps Konkurrenz.

Eine wichtige Funktion ist zudem die Bearbeitung von RAW-Bildern. Hier kannst du wie zuvor beschrieben verlustfrei diverse Anpassungen vornehmen. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dem JPEG-Format. Besonders das Nachschärfen (Klarheit) ist ein wichtiger Aspekt, um Bildern Ausdrucksstärke zu verleihen. Diese Funktion und alle anderen Anpassungen sind bei RAW-Fotos reversibel, was bedeutet, dass die Bildbearbeitung nicht-destruktiv stattfindet. Das Beibehalten einer Originalkopie ermöglichen immer mehr Programme und auch die Standard-Apps vieler Hersteller.

Bildbearbeitung am Computer

Am Computer kannst du auf die großen Namen Photoshop und Lightroom von Adobe zurückgreifen. Diese sind kostenpflichtig, sind dafür allerdings die Messlatte für andere Programme, weil sie so viel können. Die bekannteste kostenlose Alternative ist GIMP, welches quelloffen und extrem umfangreich ist. Auch mit Bordmitteln wie Paint (3D) für Windows und Apple Fotos (Mac) kannst du bereits einiges erreichen, wenn es um grobe Änderungen geht.

Neben den erwähnten einfachen Bearbeitungen wie dem Zuschneiden, Einfärben, Bemalen und Verformen der Bilder, kannst du mit hochwertiger Software komplett neue Bilder erschaffen. Photoshop, GIMP und Co. ermöglichen dir komplexe und präzise Bearbeitungen wie das Erstellen von Fotomontagen und Nutzen von aufwendigen Effekten. Auch die Bearbeitung von RAW-Bildern funktioniert noch deutlich detaillierter und einfacher als auf dem kleinen Handybildschirm. Tipps und Tricks an dieser Stelle wären jedoch allzu umfangreich. Tob dich ruhig aus und sieh dir Anleitungen sowie Tutorials im Internet an, um dazuzulernen und deine Wünsche perfekt umzusetzen.

Moderne Bildbearbeitung bietet dir besonders am Computer zahllose Möglichkeiten der grafischen Anpassung.

Aufnahmen teilen und verschicken

Privat versenden

Beim Teilen deiner Bilder hast du die Möglichkeit, diese privat an Leute zu übermitteln oder für ein größeres Publikum zur Ansicht freizugeben. Das private Verschicken funktioniert entweder aus deiner Fotogalerie heraus oder in den einzelnen Apps. Wenn du aus deiner Bilder-App ein oder mehrere Elemente teilen willst, werden dir diverse Optionen zur Auswahl gestellt. Darunter findest du klassische Methoden wie das Verschicken per Mail. Das kann sich je nach Zweck als praktisch erweisen, besonders im beruflichen Kontext, ist aber mit starken Limitierungen bei der Dateigröße behaftet. Wenn du größere Datenmengen versenden möchtest, bietet es sich an, einen Link zum Teilen zu erstellen. Deine Bilder werden dementsprechend in der Cloud deiner Wahl gesichert und für deinen Empfänger zum Abruf freigegeben. Alternativ kannst du auch einen temporären Filehosting-Dienst wie WeTransfer nutzen, die Dateien hochladen und einen Link generieren.

Weitere Möglichkeiten beim Teilen deiner Bilder basieren auf Verbindungsstandards wie Bluetooth und WLAN. Jeder Hersteller hat seine eigenen Optionen in das Betriebssystem integriert, um Inhalte nahtlos für andere Geräte freigeben zu können. Neben dem Verschicken über Bluetooth ist die bekannteste Form wohl AirDrop von Apple. Hier und bei alternativen Technologien anderer Hersteller kannst du Handys, Tablets, Fernseher etc. in deiner Nähe anwählen und Dateien mit ihnen teilen. Das funktioniert besonders gut zwischen deinen eigenen Gadgets. Für das temporäre Steuern von Geräten im gleichen WLAN, um zum Beispiel Bilder auf den Fernseher zu werfen, bieten sich Anwendungen wie Google Cast und AirPlay von Apple an.

Die alltägliche und bereits besprochene Variante des Verschickens deiner Bilder ist die Nutzung von Messenger-Diensten. Da die MMS teuer und unzureichend ist, kaum noch genutzt wird und ohnehin Ende 2022 bzw. Anfang 2023 abgeschaltet wird, spielt das Versenden über WhatsApp, iMessage, Signal, Facebook Messenger uvm. die zentrale Rolle. Hier solltest du darauf achten, einen vertrauenswürdigen Anbieter zu nutzen und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Betracht ziehen.

Die Instant Messenger bieten darüber hinaus Bearbeitungsmöglichkeiten für deine Bilder, damit du deine Medien so verschicken kannst, wie du möchtest. Ein weiterer Hinweis ist, dass die Messenger-Dienste deine Fotos und Videos stark komprimieren, um sie schneller zu versenden und damit sie weniger Speicher beim Empfänger verbrauchen. Das solltest du im Hinterkopf behalten, wenn du hochwertige Aufnahmen teilen möchtest, die in Originalqualität gesehen werden sollen.

Auf Social Media teilen

Das Hochladen auf Social Media passiert millionenfach jeden Tag und auch du kannst deine Fotos und Videos problemlos mit deinen Bekannten oder der ganzen Welt teilen. Die gängigsten Netzwerke sind Facebook, Instagram, TikTok, LinkedIn, Pinterest, Twitter, Snapchat, YouTube und Reddit. Alle erfüllen ihre einzigartige Funktion und haben ein Interface, mit dem man sich zuerst vertraut machen muss.

Meistens kannst du einstellen, ob deine Posts öffentlich sein sollen oder nur für ein bestimmtes Publikum gedacht sind. Das gibt dir Kontrolle über deine Privatsphäre und den Datenschutz. Wenn du eine Aufnahme (öffentlich) teilst, musst du darauf achten, dass alle Personen im Foto/Video damit einverstanden sind. Außerdem solltest du nur so viel von dir preisgeben, wie du dir auch für die Zukunft sicher bist. Zwar kannst du Posts wieder löschen, doch was einmal hochgeladen wurde, kann ein Eigenleben entwickeln – das Internet vergisst nicht.

Die üblichen Funktionen vieler Social-Media-Dienste können gut am Beispiel von Instagram erklärt werden. Hier hast du die Möglichkeit, permanente Posts abzusetzen, die auf deinem Profil angezeigt werden. Dafür hast du diverse Bearbeitungsmöglichkeiten, um deine Aufnahmen in Szene zu setzen. Eine weitere Möglichkeit sind die Reels, maximal einminütige Videos (Stand April 2022), die eine eigene Kategorie bei Instagram haben. Hier werden dir Werkzeuge zum Schneiden der Aufnahmen und diverse Effekte zur Verfügung gestellt, um lustige oder informative Kurzvideos zu kreieren. Für temporäre Beiträge kannst du eine Story erstellen. Diese ist für 24 Stunden abrufbar und eignet sich besonders für aktuelle Anliegen und das Teilen des Contents anderer Nutzer. Mit Stories kannst du auch kleine Umfragen starten, unzählige Effekte und Sticker nutzen und vieles mehr.

Bei deinen Beiträgen kannst du zudem auf eine gute Beschreibung (Caption) und passende Hashtags (#-Markierungen) setzen. Damit ordnest du deine Posts gut ein und erhöhst die Reichweite. Übertreibe es allerdings nicht mit Text und Hashtags, denn es gibt für beides eine Obergrenze. Auch ist dir die Menge der Posts komplett selbst überlassen, aber hier gilt ebenfalls Klasse statt Masse. Der Instagram-Algorithmus belohnt mit Reichweite zwar Nutzer, die regelmäßig (einmal am Tag) posten, aber versuche, deine Follower nicht mit Spam zu überhäufen.

Ein guter Tipp ist also eine gewisse Regelmäßigkeit und ein einheitlicher Stil, den du durch das Bearbeiten deiner Aufnahmen erzielst, der dein Profil von anderen abhebt. Dabei hilft zum Beispiel das Strukturieren deiner Posts in Form eines Redaktionsplans. So sorgst du für einen interessanten Internetauftritt mit Authentizität und Kreativität. Natürlich sollte sich das Ganze für dich sicher und richtig anfühlen. Lass dich also von unseren oder anderen Hinweisen nicht unter Druck setzen.

Die Zahl an Apps zum Teilen deiner Inhalte ist gewaltig und kann hier nur im Ansatz wiedergegeben werden.

Fotos zu organisieren, zu bearbeiten und zu teilen kann viel Freude, aber auch viel Arbeit bereiten. Es gibt eine Menge zu beachten, um Bilder optimal zu verwalten. Wir hoffen, dir die wichtigsten Aspekte nähergebracht zu haben. Wie beim Fotografieren ist allerdings auch hier entscheidend, dass du dich ausprobierst und die vielen Tipps nur zur Orientierung nimmst. Eine gute Organisation deiner Aufnahmen oder ein ansprechender Social-Media-Auftritt funktionieren nur, wenn du auch dahinter stehst.

Dass du überhaupt gute Fotos und Videos machst, die es zu verwalten und zu teilen lohnt, hängt von deinen Fähigkeiten ab. Eine gute Kamera kann dabei sehr behilflich sein. Aus diesem Grund haben wir im ersten Teil der Reihe die wichtigsten Eigenschaften guter Fotohandys zusammengefasst, um dir die Auswahl zu vereinfachen: Teil I: Was macht ein gutes Kamerahandy aus?.

Eine Liste der besten Smartphones, die diese Kriterien zweifelsfrei erfüllen, haben wir im zweiten Teil der Serie erstellt: Teil II: Die besten Kamerahandys 2024. Jedes dieser Handys ist eine tolle Wahl und schießt auch mit wenig Aufwand hervorragende Aufnahmen.

Die zentrale Rolle jedoch spielen deine Fertigkeiten im Umgang mit der Kamera. Es gibt eine Menge zu beachten bei der Technologie und der Bildkomposition. Deswegen gibt es in Teil III: Wie schießt man gute Handyfotos? die wichtigsten Tipps rundum das Fotografieren.



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