Was macht ein gutes Kamerahandy aus? (Handyfotografie Teil I)

10. Juli 2020
Was macht ein gutes Kamerahandy aus? (Handyfotografie Teil I)

Handykameras werden immer besser mit höheren Auflösungen und mehr hochwertigen Objektiven für jedes Szenario. In der großen Menge an Herstellerangaben kann man jedoch schnell den Überblick verlieren, welche Features wirklich entscheidend sind. Wir zeigen euch die wichtigsten Kriterien für ein gutes Kamerahandy, damit ihr die bestmöglichen Handyfotos schießen könnt.

Dieser Artikel gehört zu einer vierteiligen Serie über die Handy-Fotografie. In diesem ersten Teil soll es um die wichtigsten Eigenschaften gehen, die ein gutes Kamerahandy ausmachen. Der zweite Teil behandelt großartige Fotohandys, die im Jahre 2020 aus der Masse hervorstechen. Part 3 wird euch in die Welt der Fotografie entführen sowie Tipps und Tricks für schönere Bilder vermitteln. Im vierten Teil zeigen wir euch die besten Wege, wir ihr eure Fotos organisieren, bearbeiten und teilen könnt. Hier findet ihr in Kürze die Links zu den weiteren Teilen der Serie:

Teil I: Was macht ein gutes Kamerahandy aus?

Teil II: Die besten Kamerahandys 2020

Teil III: Wie schießt man gute Handyfotos?

Teil IV: Fotos organisieren, bearbeiten und teilen

Viele Kriterien für gute Fotohandys

Es ist gar nicht so leicht, sich heutzutage das ideale Smartphone auszusuchen. Wenn spezielle Anforderungen beispielsweise an Display, Leistung oder Kamera hinzukommen, muss man genau hinschauen, welches Handy den Vorstellungen entspricht. Interessiert man sich für ein Smartphone mit einer hochwertigen und vielseitig einsetzbaren Kamera, kommt man für gewöhnlich nicht um hochpreisige Geräte herum. Die Hersteller statten im Normalfall ihre Flaggschiffe mit den besten Objektiven aus. Hier gibt es einige Aspekte zu beachten, die ausschlaggebend für die Qualität der Kamera sind.

Premium-Smartphones bieten mittlerweile extrem leistungsstarke Kameras. (Huawei P40 Pro)

Verschiedene Objektive für jedes Szenario

Vielseitiges Weitwinkelobjektiv

Seit ein paar Jahren setzen Hersteller auf mehrere Sensoren in ihren Kamerasystemen. So sollte man auf der Suche nach einem guten Fotohandy auf die unterschiedlichen Objektive achten. Üblicherweise ist der Hauptsensor ein normales Weitwinkelobjektiv mit einer hohen Auflösung und einer niedrigen Blende, um in allen Alltagsszenarien schöne Fotos zu machen. Kombiniert mit einer Bildstabilisierung, einem guten Autofokus und einem Nachtmodus lassen sich auch in bewegten Szenen und bei Dunkelheit schöne Bilder von beliebigen Motiven aufnehmen. In den meisten Situationen verwendet man das Hauptobjektiv, weswegen man hier besonders auf eine hohe Qualität achten sollte.

Viele Smartphones setzen auf Sensoren von Sony. Ein Beispiel ist der extrem beliebte IMX586 mit 48 Megapixeln, der in einigen Smartphones von Samsung, Xiaomi, OnePlus und weiteren steckt. Darüber hinaus arbeiten Hersteller wie Sony, Nokia und Huawei mit bekannten Marken aus der professionellen Fotografie wie Zeiss und Leica zusammen, um perfekt abgestimmte Objektive zu verbauen.

Fernaufnahmen mit dem Teleobjektiv

Ein Objektiv, das mittlerweile zum Standard geworden ist, ist der Telesensor. Er besitzt einen optischen Zoom und dient dazu, weit entfernte Objektive näherzuholen. Vorher war das Vergrößern eines Bildausschnitts mit dem Smartphone nur über den verlustbehafteten digitalen Zoom möglich. Dabei handelt es sich nicht um ein echtes Zoom-Objektiv, da man lediglich zwischen den verschiedenen Sensoren mit Festbrennweiten hin- und herschalten kann. So besitzt das Teleobjektiv eine größere Brennweite als die anderen Sensoren – normalerweise über 50 mm. Auf Reisen und für Portraits ist das Objektiv hervorragend geeignet.

Weitere Sensoren

Das Ultra-Weitwinkelobjektiv ist ein weiterer Sensor, der in vielen Handykameras zum Einsatz kommt. Er bietet im Gegensatz zum Teleobjektiv eine kurze Brennweite, üblicherweise unter 20 mm, und kann große Motive wie Landschaften einfangen.

Manche Handykameras besitzen ein Makro-Objektiv, um kleine Motive wie Insekten oder Details von Gegenständen einzufangen. Diese Sensoren sind nette Features, um ein paar schöne Nahaufnahmen zu machen. Aktuell besitzen die Objektive jedoch in den meisten Kamerahandys eine niedrige Auflösung und sind eher als Spielerei zu verorten.

Ein Sensor, der sich nicht selbst zum Fotografieren nutzen lässt, jedoch in vielen Handys verbaut wird und die anderen Objektive unterstützt, ist der Tiefensensor. Es handelt sich häufig um eine Time-of-Flight-Kamera (ToF), welche die Entfernung zu Objekten misst und somit Informationen für die Schärfentiefe liefert. Dadurch kann ein schöner Bokeh-Effekt entstehen.

Für die optimale Erkennung von Lichtwerten, um noch mehr Details liefern zu können, verfügen einige Kamerahandys über einen lichtempfindlichen Monochrom-Sensor. Dieser erfasst keine Farbwerte und kann somit die anderen Objektive bei der präzisen Helligkeitserkennung und HDR-Fotos unterstützen. Einzelne Geräte wie das Nokia 9 PureView unterstützen sogar native Schwarz-Weiß-Fotos. Im Gegensatz zu Sensoren mit Farberkennung wird den Bildern nicht erst nachträglich die Farbe entzogen, was für kräftigere und „natürlichere“ Ergebnisse sorgt.

Moderne Fotohandys besitzen Triple-, Quad- oder Penta-Kameras und noch weitere Features. (Nokia 9 PureView)

Die Bedeutung der Auflösung

Mittlerweile bieten die Objektive von Handykameras und insbesondere die Weitwinkelsensoren sehr hohe Auflösungen – teilweise über 100 Megapixel! Eine hohe Auflösung bedeutet, dass Fotos deutlich detailreicher sein können, da sie erheblich mehr Bildinformationen beinhalten. Im Nachhinein kann man die Bilder vergrößern und zum Beispiel nur einen kleinen Bildausschnitt im Großformat ausdrucken, ohne dabei stark sichtbare Qualitätsverluste hinnehmen zu müssen.

Die richtige Auflösung finden

Ein typischer Wert für Handykameras sind 12 Megapixel. Das entspricht etwa der sechsfachen Auflösung von einem Full-HD-Bild (1080p, ca. 2 MP) und der 2,4-fachen Auflösung von QHD (1440p, ca. 5 MP), den typischen Auflösungen von vielen Displays. Sogar für einen 4K- bzw. UHD-Fernseher (2160p, ca. 8 MP) reichen 12 Megapixel aus. Auch professionelle Spiegelreflexkameras arbeiten mit Auflösungen im mittleren bis hohen zweistelligen Megapixel-Bereich. Für das Einfangen von facettenreichen und kleinteiligen Motiven sowie zum verbesserten digitalen Einzoomen in der Nachbearbeitung und der Darstellung auf hochauflösenden Bildschirmen ist eine vernünftige Auflösung also unabdingbar.

Videos nehmen aktuelle Top-Smartphones normalerweise in 4K (UHD) auf und lassen sich auch auf der großen Leinwand gut betrachten. Manche Handys bieten mittlerweile sogar eine 8K-Auflösung (UHD-II) für das Filmen! Dafür benötigt man ein Objektiv mit mindestens 33 Megapixeln (4320p).

Hochwertige Sensoren

Man sollte sich von hohen Megapixel-Zahlen nicht irritieren lassen. Ein extremer Wert sagt nur bedingt etwas über die Qualität des Sensors und somit der Fotos aus. Um schöne Aufnahmen ohne starke Objektivverzerrungen (Verzeichnungen) oder Bildrauschen zu bekommen, die mit lebendigen Farben und präziser Schärfe überzeugen, sind hochwertige Linsen und ein gut verarbeiteter Sensor unabdingbar.

Heutzutage werden in Smartphones leistungsfähige CMOS-Sensoren (aktive Pixelsensoren) verbaut, die trotz ihrer geringen Größe im begrenzten Gehäuse sehr gute Fotos erschaffen. Je größer die Sensorfläche ist, desto fehlerfreier sind für gewöhnlich die Bilder, da jeder einzelne Pixel mehr Licht einfangen kann. Deswegen setzen die kleinen Sensoren mit hoher Auflösung unter anderem das Pixel-Binning ein. Bei schlechten Lichtverhältnissen können mehrere Pixel zu einem Block zusammengefasst werden, um eine höhere Lichtempfindlichkeit zu erzielen und Störungen zu vermeiden. So besitzen die Fotos zwar eine niedrigere Auflösung, gewinnen jedoch an Qualität hinzu.

Verlässliche Informationen zu Kamerahandys

Computer- sowie Handy-Magazine und insbesondere das Team von DXOMARK geben zuverlässige Auskünfte über die Qualität von Fotohandys und ihren Linsen bzw. Sensoren. Neben den ausführlichen Informationen auf unserer Website im Handy-Deutschland-Blog und in der laufend aktualisierten Kamerahandy-Bestenliste bietet die Website von DXOMARK einen guten Überblick über die besten Smartphone-Kameras. Dort findet ihr transparente Rezensionen und einen leicht verständlichen Score, der branchenweit respektiert wird.

Welche Geräte besonders gut abschneiden, kannst du in Teil II: Die besten Kamerahandys 2020 herausfinden.

Manche Kamerasysteme bieten über 100 Megapixel! (Xiaomi Mi Note 10 Pro)

Tolle Aufnahmen auch bei Bewegung und Dunkelheit

Niedrige Blende

Für die hohe Qualität heutiger Handyfotos sind eine Vielzahl an Software- und Hardware-Features verantwortlich. Ein bekanntes Element aus der klassischen Fotografie, auf das auch bei Handyobjektiven viel Wert gelegt wird, ist eine niedrige Blende. Die Angabe sagt etwas darüber aus, wie viel Licht in den Sensor einfallen kann, also wie lichtstark ein Objektiv ist und welche Tiefenschärfe möglich ist.

Maximale Blendenzahlen um f/2,0 und niedriger sind bei modernen Smartphones üblich und ermöglichen dir auch bei Dunkelheit gut belichtete Bilder, da du eine kürzere Belichtungszeit wählen kannst. Je niedriger die Blendenzahl ist (z. B. f/1,5), desto stärker wird zudem die Hintergrundunschärfe und das Bokeh. Somit lassen sich Motive von ihrem Hintergrund abheben, was sich perfekt für Portraits eignet.

Gute Bildstabilisierung für wackelfreie Aufnahmen

Um ruhige Fotos und insbesondere Videos machen zu können, benötigt man eine gute Bildstabilisierung. Hier wird zwischen der elektronischen (EIS) und der optischen Bildstabilisierung (OIS) unterschieden. EIS sorgt mithilfe der Software für ein stabileres Bild und setzt dabei auf den Beschleunigungssensor, um die Bewegung des Handys zu erkennen. Das kann bei wackligen Aufnahmen sehr hilfreich sein, allerdings leidet häufig die Bildqualität, da bei der EIS teilweise unnatürliche Verzerrungen auftreten können und die Software über Cropping einen Teil des Fotos/Videos als Puffer wegschneidet.

Die optische Bildstabilisierung (OIS) ist der Goldstandard, um ruckelfreie Aufnahmen zu erhalten. Hier kommt die Hardware zum Einsatz: Ein Gyroskop erkennt, in welche Richtung das Smartphone bewegt wird und passt die Kameraposition in die entgegengesetzte Richtung an. Dies erweist sich bei Dunkelheit und für Teleobjektive als äußerst praktisch. Die OIS kommt meistens nur bei teureren Smartphones und dann auch nicht bei allen Objektiven zum Einsatz.

Die perfekte Mischung für wahrlich herausragende Handyfotos ist die Hybrid-Bildstabilisierung (HIS). Sie kombiniert OIS und EIS und kann somit erst mechanisch eine stabile Aufnahme erzeugen, die nachträglich über die Software optimiert wird. Dies ist besonders für Videos sowie HDR-Bilder und Langzeitbelichtungen praktisch.

Es gibt zudem Smartphone-Zubehör wie Stative und Gimbals, mit denen du stabile Aufnahmen erhältst. Diese werden in Teil III: Wie schießt man gute Handyfotos? näher beleuchtet.

Präziser Autofokus

Um von sich bewegenden und schwer erkennbaren Motiven schnell gute Fotos machen zu können, benötigt man einen vernünftigen Autofokus. Moderne Smartphones setzen auf den sogenannten PDAF (Phase Detection Autofocus) oder Laser-Autofokus, um in allen Situationen schnell auf ein Motiv scharfstellen zu können. Ein guter Autofokus zeichnet sich dadurch aus, auch bei Action und in der Dunkelheit zuverlässig zu funktionieren. So kann man mithilfe von KI-optimierter Objektverfolgung immer das gewünschte Motiv im Blick haben.

Heller und natürlicher Blitz

Die klassische Methode, um gut beleuchtete Fotos zu bekommen, ist bekanntermaßen der Blitz. Über die Jahre wurden immer bessere Blitzlichter verbaut mit hellen LEDs sowie präziser und adaptiver Farbtemperatur wie der True-Tone-Blitz von Apple. Bilder, die durch einen Blitz ausgeleuchtet werden, sind zwar hell und ermöglichen somit auch bei Dunkelheit scharfe Aufnahmen bei kurzer Belichtungszeit. Sie besitzen jedoch einen unnatürlichen Look, da sie ein Motiv im Vordergrund stark erhellen und den Hintergrund verschlucken. Dies kann eine gewünschte Ästhetik erzeugen, aber stört in den meisten Fällen die Bildatmosphäre.

Verschiedene Modi und sonstige Features

Ein weiteres Kriterium für ein gutes Fotohandy ist das Vorhandensein verschiedener Modi, in denen deine Fotos je nach Situation optimiert werden. Neben dem Portraitmodus ist zum Beispiel der Nachtmodus besonders praktisch, um dunkle Bereiche aufzuhellen und dennoch ein scharfes Bild zu erhalten. Gute HDR-Aufnahmen (High Dynamic Range) sind ein weiterer Pluspunkt, um besonders ansprechende, facettenreiche Fotos zu schießen. Sie werden aus mehreren (meist drei) unter- und überbelichteten Bilder zusammengesetzt, wodurch alle hellen und dunklen Bereiche angepasst werden, um ein harmonisches Bildergebnis zu kreieren.

Für Landschaften und große Menschenansammlungen eignet sich der Panorama-Modus ideal. Hier werden mehrere Fotos aus einer Bewegung aneinandergefügt, um ein großes Bild zu ergeben. Um Aufnahmen über einen längeren Zeitraum in kurze Videos zu komprimieren und ihnen das gewisse etwas zu geben, verfügen viele Smartphones über eine Zeitraffer-Funktion. Dafür benötigt man für gewöhnlich eine stabile Positionierung über ein Stativ.

Genau das Gegenteil erzielt man mit Zeitlupen-Aufnahmen, die kurzweilige Momente auf eindrucksvolle Weise verlangsamen. Aktuelle Smartphones erzielen erstaunliche Bildraten von 960 fps. Das Huawei P40 Pro und Mate 30 Pro bieten sogar überwältigende 7.680 Bilder pro Sekunde (ja, du hast richtig gelesen: siebentausendsechshundertachtzig)! Das erfordert eine extreme Rechenleistung, zu der nur solche Spitzengeräte in der Lage sind.

Besonders zu betonen ist darüber hinaus der Pro-Modus, in dem man bei den meisten Smartphones die Elemente Belichtungszeit, Blende, ISO und Fokus manuell und individuell einstellen kann. So gelingen mit dem richtigen Know-how und etwas zusätzlichem Equipment äußerst professionelle Fotos.

Mit einer f/1,4-Blende erreicht das Gerät eine der niedrigsten auf dem Markt. (Honor 20 Pro)

Ausreichend Leistung und Speicherplatz

Schneller und moderner Prozessor

Wie wir bereits angedeutet haben, benötigen moderne Kamerahandys eine extrem leistungsfähige Hardware, um Funktionen wie 8K-Videos und Super-Zeitlupen problemlos ermöglichen zu können. Aus diesem Grund setzen die neuesten Android-Handys beispielsweise auf den Qualcomm Snapdragon 865 und Apple auf ihren überragenden A13-Chip. Mit diesen Premium-Prozessoren sind für gewöhnlich nur die Flaggschiffe ausgestattet, weswegen gute Kamerahandys häufig ihren Preis haben. Auch aktuelle Chips von MediaTek, Exynos (Samsung) und Kirin (Huawei & Honor) leisten einwandfreie Arbeit in der Verarbeitung komplexer Kamera-Software.

Gute Chips erkennt man an mehreren Kernen mit hohen Taktraten über 2,5 Gigahertz (GHz). Zum Beispiel kann eine CPU (Central Processing Unit) mit 1 GHz pro Sekunde eine Milliarde Stromimpulse verarbeiten. Je mehr Gigahertz also, desto mehr Rechenschritte kann ein Prozessor in der Sekunde durchführen. Die Leistungsfähigkeit in Gigahertz beschreibt dementsprechend die Geschwindigkeit des Prozessors, sagt jedoch nicht zwangsweise etwas über die Qualität des Chips aus.

Auch die Anzahl der Kerne ist entscheidend. Die meisten Prozessoren heutzutage haben mehrere Kerne und heißen dementsprechend Hexa- (6) und Octa-Core (8). Je mehr Kerne eine CPU hat, desto mehr Aufgaben kann sie zeitgleich pro Sekunde erledigen. Bei Mehrkern-Prozessoren wird die Rechenlast gleichmäßig auf alle Kerne verteilt, was zu einer besseren Performance führt.

Ausreichend Arbeitsspeicher

Damit der Prozessor vernünftig arbeiten kann und ausreichend Puffer für große Aufgaben besteht, benötigt ein Smartphone genug Arbeitsspeicher (RAM). Aktuelle Top-Smartphones bieten häufig acht Gigabyte RAM. Das Samsung Galaxy S20 Ultra 5G bietet in der höchsten Ausstattung sogar 16 GB Arbeitsspeicher, was mit vielen Laptops mithalten kann. Für komplexe Rechenleistungen ist die Menge des Arbeitsspeichers ein guter Indikator. Manche Hersteller wie Apple kombinieren jedoch niedrigere Werte mit einer ausgeklügelten Hardware-Architektur und überbieten damit einen großen Teil der Konkurrenz. Aus diesem Grund ist der Arbeitsspeicher bei einigen gut verarbeiteten Geräten nicht kriegsentscheidend.

Möglichst viel Speicherplatz

Wer viele Fotos und Videos macht, braucht auch dementsprechend viel Platz. 64 bzw. 128 Gigabyte sind mittlerweile zum Standard bei höherpreisigen Geräten geworden. Für die meisten Nutzer reicht diese Menge an Speicher aus. Wer mehr benötigt, sollte sich ein Smartphone mit mindestens 256 GB zulegen bzw. auf ein Handy mit erweiterbarem Speicher zurückgreifen. Samsungs Galaxy S- und Note-Reihen sind dafür bekannt, viel Speicherplatz zu bieten, der per microSD-Karte sogar noch vergrößert werden kann.

Alternativ kann man seine Aufnahmen in der Cloud sichern. Hier gibt es eine Vielzahl an Anbietern, auf die man zurückgreifen kann. Für Android-Nutzer bieten sich Google Drive oder die herstellereigenen Dienste an. iPhone-Besitzer können auf die wohlintegrierte iCloud vertrauen. Doch auch andere Produkte wie OneDrive von Microsoft oder Dropbox sind gute Optionen für das geräteübergreifende Speichern. Bei all diesen Diensten sollte man auf das Preis-Leistungs-Verhältnis des verfügbaren Speicherplatzes, die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten mit verschiedenen Endgeräten und natürlich den Datenschutz achten.

Mehr über das richtige Speichern und Organisieren deiner Fotos erfährst du in Teil IV: Fotos organisieren, bearbeiten und teilen.

Gute Audio- und Videowiedergabe

Um seine Fotos und Videos auch in guter Qualität wiedergeben zu können, benötigt man ein Smartphone mit einem guten Display und vernünftigen Lautsprechern. Zwar kann man sich die Ergebnisse auf einem größeren Bildschirm wie einem 4K-Fernseher ausgeben lassen, jedoch sollte für den Alltag und das gemeinsame Genießen von Erinnerungen auch das Handy über taugliche Video- und Audio-Features verfügen.

Ein gutes Display setzt mindestens auf eine Full-HD-Auflösung (1080p), für hochauflösendes Material bieten sich jedoch Displays mit Quad HD (1440p) an. Hier kommt es auch auf die Größe an, denn auf einem 6,5-Zoll-Display lassen sich die Fotos und Videos deutlich besser anschauen als auf kleineren Geräten. Entscheidend ist zudem die Display-Technologie. Ein OLED-Display gibt ein deutlich besseres Bild mit kräftigeren Farben und intensiverem Schwarz ab als ein LCD. Weitere Features wie HDR10+ und eine hohe Bildfrequenz (z. B. 90 Hertz) können ebenfalls einen großen Einfluss auf die Qualität der Bildwiedergabe haben.

Weitere Infos zu den verschiedenen Displays und ihren Auflösungen bekommst du in unserem Ratgeberartikel: Was sind die Unterschiede der Displayarten und -auflösungen?

Zu guter Letzt sind für Videos taugliche Lautsprecher wichtig. Hier wird bei einigen Herstellern gespart, doch gerade Stereo-Lautsprecher mit einem kräftigen Klang machen einiges aus. Auch über die Audioqualität verschiedener Handys findest du viele Informationen bei den Kollegen von DXOMARK.

Prozessoren wie der Snapdragon 865 liefern extrem viel Leistung für anspruchsvolle Kamerasysteme.

Es gibt sehr viele Aspekte, auf die man bei der Wahl einer guten Smartphone-Kamera achten kann: von den verschiedenen Objektiven über hochauflösende Sensoren und diverse Fotofunktionen zur Performance. Du hast nun einen guten Überblick gewonnen, welche dieser Eigenschaften für ein gutes Kamerahandy ausschlaggebend sind. Welche Geräte diese Kriterien erfüllen und besonders hervorstechen, erfährst du in Teil II: Die besten Kamerahandys 2020.

Zudem wurden einige Features und Möglichkeiten vorgestellt, die ein gewisses Know-how erfordern, um sie richtig nutzen zu können. Wie du mit all diesen Informationen richtig umgehst, um tolle Fotos zu schießen, wird dir in Teil III: Wie schießt man gute Handyfotos? gezeigt. In Teil IV: Fotos organisieren, bearbeiten und teilen findest du heraus, wie du deine Aufnahmen richtig managen kannst.

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