Mehr Akku, weniger Stress: So holst du das Maximum aus Smartphone & Co.
Mal ehrlich: Kaum etwas sorgt im Alltag für so unnötigen Stress wie ein leerer Akku. Man ist unterwegs, wartet auf einen wichtigen Anruf oder braucht dringend das Navigationssystem und plötzlich stehen da 3 %. Wir alle kennen diesen Moment. Dabei sind moderne Akkus eigentlich ziemlich leistungsfähig. Trotzdem altern sie und manchmal auch schneller, als einem lieb ist. Die gute Nachricht: Man kann einiges tun, ohne sein Leben komplett umzustellen oder ständig auf den Akkustand zu starren.
Inhaltsverzeichnis
Ein Akku braucht Pflege – wir erklären dir warum
In fast allen Smartphones stecken Lithium-Ionen-Akkus. Die sind stark, relativ langlebig – aber eben nicht unverwüstlich. Mit jedem Ladezyklus verlieren sie ein kleines bisschen Kapazität. Das merkt man nicht sofort, sondern eher schleichend nach zwei oder drei Jahren. Ganz wichtig: Akkus mögen keine Extreme! Komplett leer oder dauerhaft bei 100 % – beides stresst die Zellen.
Was Akkus am meisten zusetzt:
- Ladestand häufig unter 10 %
- Ständig bis exakt 100 % aufladen
- Viel Hitze beim Laden
- Dauerhaftes Schnellladen
Man muss deshalb nicht panisch werden. Aber ein bisschen Bewusstsein hilft tatsächlich.

Dieses 20 bis 80 % Ding – muss das wirklich sein?
Vielleicht hast du schon mal gehört, dass man sein Handy oder seinen Kopfhörer nur zwischen 20 % und 80 % laden soll. Das klingt erstmal anstrengend. Im Alltag bedeutet es aber: Nicht immer komplett leer laufen lassen und nicht zwanghaft auf 100 % bestehen. Akkus fühlen sich im mittleren Bereich schlicht wohler.
Versuch mal, folgende Regen zu beachten:
- Lieber schon bei 30 % ans Kabel als bei 5 %
- Auch mal bei 85 % wieder abziehen
- Intelligentes oder optimiertes Laden in den Einstellungen aktivieren
- Schnellladen nur dann nutzen, wenn es wirklich nicht anders geht
Niemand führt Buch über Prozentzahlen. Es geht eher um eine grobe Richtung als um Perfektion.
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Und was ist mit Laden über Nacht?
Viele laden ihr Smartphone über Nacht – aus Gewohnheit oder weil es einfach praktisch ist. Das ist nicht automatisch schlecht. Moderne Geräte stoppen den Ladevorgang bei 100 %. Trotzdem bleibt der Akku dann stundenlang auf hohem Niveau, was auf Dauer nicht ideal ist. Einige Hersteller haben deshalb Funktionen eingebaut, die erst kurz vor dem Aufstehen komplett aufladen. Wenn dein Gerät das kann, aktiviere diese Einstellung unbedingt.
Außerdem ganz banal, aber wichtig:
- Nicht unter dem Kopfkissen oder der Bettdecke laden
- Bei starker Erwärmung eventuell die Hülle abnehmen
- Ein hochwertiges Ladegerät verwenden
Klingt selbstverständlich – ist es aber nicht immer.

Der Akku ist oft gar nicht das Problem
Manchmal schimpfen wir auf den Akku, dabei sind es eigentlich unsere Gewohnheiten, die den Akkuverbrauch stark beeinflussen. Dazu gehören: Displayhelligkeit auf Maximum, fünf Messenger mit Push-Benachrichtigungen, GPS dauerhaft aktiv, Bluetooth sowieso – das summiert sich. Vor allem das Display ist ein echter Stromfresser.
Was oft überraschend viel bringt:
- Helligkeit leicht reduzieren
- Energiesparmodus zumindest phasenweise aktivieren
- Hintergrundaktivitäten einschränken
- Funkverbindungen ausschalten, wenn man sie nicht braucht
- Push-Benachrichtigungen ausmisten
Man muss nicht alles abschalten. Aber ein bisschen Aufräumen wirkt manchmal Wunder.
Hitze ist der größte Akku-Feind
Wenn es einen Faktor gibt, den viele unterschätzen, dann ist es Wärme. Definitv vermeiden sollte man, sein Smartphone oder Gadget in der Sommersonne im Auto liegen zu lassen, während des Ladens aufwändige Games zu spielen oder Video-Streaming im Bett unter der Decke zu nutzen. Das sorgt für hohe Temperaturen im und am Gerät und Hitze beschleunigt die Alterung des Akkus spürbar.
Absolute No-Gos sind daher:
- Smartphone oder Gadget nicht in der prallen Sonne liegen lassen
- Beim Laden keine Spiele starten
- Bei längerer Lagerung den Akku nicht komplett leer weglegen – eine mittlere Ladung ist ideal
Akkus mögen es tatsächlich eher unspektakulär: weder zu heiß noch zu kalt.

Die Technik arbeitet oft für dich – wenn du sie lässt
Moderne Smartphones analysieren ziemlich genau, welche Apps viel Energie verbrauchen. Diese Hinweise ignorieren viele – dabei sind sie oft sinnvoll. Auch Dark Mode kann bei bestimmten Displays helfen, etwas Strom zu sparen. Und Softwareupdates bringen nicht nur neue Funktionen, sondern manchmal auch Optimierungen im Hintergrund.
Ein kurzer Blick in die Akku-Einstellungen lohnt sich deshalb immer mal wieder. Nicht täglich. Aber gelegentlich.
Am Ende geht es gar nicht darum, jeden Ladevorgang zu perfektionieren oder ständig Prozentwerte zu überwachen. Akkus sind Verschleißteile – das lässt sich nicht komplett verhindern. Aber man kann den Alterungsprozess verlangsamen. Wer Extreme vermeidet, Hitze reduziert und ein paar Gewohnheiten anpasst, wird meist feststellen: Das Gerät hält länger durch – über den Tag und über die Jahre. Und das fühlt sich dann doch ziemlich gut an.
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